Ballspiele und Therapiehund

Mittwoch, 12.12.2007

Ballspiele und Therapiehund

  • Svea: Hust Hust, man ist das Tagebuch schon eingestaubt. Zeit mal wieder was Neues zu schreiben. Die Numee wohnt ja schon bald ein Jahr bei uns und ich hab sie in der Zeit ordentlich unter meine Fittiche genommen. Ich hab ihr auch schon viele tolle Sachen beigebracht. Wie man Schuhe zerkaut, Körbchen auseinanderpflückt, am Knotenstrick zerren, an der Balkonbrüstung aufrichtet um Katzen zu beobachten und wie man sich ordentlich für ein Nickerchen zusammenrollt und die Nase unter die Rute schiebt. Natürlich achten wir bei all unseren Hobbies streng drauf, daß Frauchen und dabei nicht beobachtet.
    Hin und wieder werfe ich mir auf dem Balkon auch selber den Tennisball. Ist ganz einfach, ich nehm den Ball vorsichtig zwischen meine Zähne, werfe de Kopf in den Nacken und laß dann den Ball los. Der Hüpft dann so lustig und ich hüpf dann hinterher.
    Das hab ich, endlos geduldig wie ich bin, Numee immer wieder vorgeführt und irgendwann hat sie es dann auch kapiert.
    Was meint ihr wie lustig es auf unserem Balkon wurde, als wir uns den Ball dann gegenseitig zu warfen. Der Ball hüpfte, wir hüpften und dann mußten wir aufhören, ich hab nämlich gesehen, daß Frauchen uns beobachtete und dabei laut lachte…
  • Numee: Am Wochenende, da waren wir nicht zu Hause. Da sind wir am Samstag ins Auto gestiegen und dann brummte und kurvte es eine Weile und dann sind wir angekommen. Da waren ganz viele Leute, die auch so Autos fahren, wie Frauchen und Herrchen und die haben gefeiert und Musk gehört. Ich mag das, denn die Leute da sind immer alle nett und da hab ich dann gaaaaaaaaaanz viele Hände die mich streicheln. Wär ich ne Katze, würd ich pausenlos schnurren. Wir haben dann in einem fremden Haus übernachtet, aber das macht nix, denn Frauchen und Herrchen hatten unsere Körbchen eingepackt. Da liegen wir in der Nacht immer ganz artig drinne.
    Als wir fertig geschlafen hatten und das Frühstück auch verputzt war, sind wir nochmal zu den Leuten gefahren. Also genauer gesagt zu einem von den Leuten nach Hause. Der hat eine kleine Tochter, die ist schon sieben Jahre alt und die hat das Down-Syndrom. Und sie hat mich gaaaaaaaaaaanz doll lieb und sie knuddelt und wuddelt mit mir. Manchmal, da ist sie beim anfassen nicht ganz so geschickt wie die Erwachsenen, aber das macht nix. Ich schau Frauchen an und Frauchen zeigt mir, daß das okay ist. Und wenn Frauchen das sagt, dann ist das auch okay. Und dann laß ich mich von Natalia gerne weiter knuddel und wuddeln und sogar abknutschen. Da blinker ich mit meinen blauen Augen und setz mein schönstes Huskylächeln auf und dann freut sich Natalia noch mehr.
  • Frauchen: Numee und Svea sind zu einem tollen Team zusammengewachsen. Es wird einem richtig warm ums Herz, wenn sie sich gegenseitig die Öhrchen abschlabbern oder am Fell knabbern. Denk ich an die ersten Versuche, Numee das Geschirr anzuziehen zurück, so kann ich kaum glauben, daß Numee mittlerweile einen freudigen Hechtsprung ins Geschirr macht. Während der Knuddeleien mit Natalia hielt Numee immer Blickkontakt zu mir, um sich selber sicher zu fühlen und als Bestätigung, daß alles richtig ist, was da passiert. Was besseres als diese beiden Mädels konnte uns wohl kaum passieren…
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